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Termine 2027

Die Seminare finden jeweils Freitagnachmittag (14-19 Uhr) und Samstag (09-17 Uhr) ganztägig, einmal im Monat (außer in den Sommermonaten) über ein halbes Jahr statt. 

 

Grundlagen Sucht – Suchtbasics 

Wie entsteht Sucht? Ab wann ist man süchtig? Gibt es Sexsucht tatsächlich?

Dieser Themenblock gibt eine umfassende Einführung in das Thema Sucht. Neben der Definition, Theorie und Entwicklung von Sucht werden Ursachen und unterschiedliche Konsummotive beleuchtet. Dabei wird die Relevanz von Diversitätskategorien (Geschlecht, Migrationshintergrund ...) berücksichtigt. Dr. Jutta Korosec ergänzt den Themenblock mit einem Input zur Neurobiologie von Sucht. Darauf aufbauend wird auf gesellschaftliche Aspekte des Themas, die Drogenpolitik und schließlich die fachliche Haltung eingegangen. Die Wechselwirkungen und Auswirkungen von Konsumverhalten und Sucht werden diskutiert und das österreichische Suchthilfesystem und die Kooperation mit anderen Einrichtungen vorgestellt

Substanzen, Konsumtrends & C0 

Ab wann ist Alkohol schädlich? Wie wirkt Psilocybin? Ist Cannabis auch in kleinen Mengen verboten? 

Dieser Seminarblock widmet sich ausführlich den relevantesten Suchtmitteln wie Alkohol, Cannabis, Opiaten, Halluzinogenen, Kokain oder Amphetaminen sowie in begrenztem Ausmaß den nicht-stoffgebundenen Süchten. Darüber hinaus werden Opioid-Agonisten-Therapie (OAT), Erste Hilfe im Drogennotfall und Präventions- und Risikominderungsstrategien (Safer Use) vorgestellt sowie gesetzliche Rahmenbedingungen besprochen. Ergänzend werden aktuelle Konsumtrends eingeordnet und typische Risikosituationen im Alltag (z. B. Mischkonsum oder Konsum unter Einfluss anderer Substanzen) praxisnah diskutiert.

Gesprächsführung und Tools in der Suchtberatung 

Wie spreche ich das Thema Sucht in meiner beruflichen Tätigkeit an?  Welche Herausforderungen gibt es? Was macht ein gutes Gespräch aus? 

Dieser Seminarblock zielt darauf ab, die Teilnehmenden darin zu stärken, Gespräche im Kontext von Sucht sicher, wertschätzend und zielgerichtet zu führen. Dabei geht es auch darum, die eigene Rolle bewusster wahrzunehmen, weiterzuentwickeln und im Kontakt mit Klient_innen reflektiert einzusetzen. Vermittelt werden sowohl der Ansatz der mentalisierungsbasierten Haltung als auch konkrete Gesprächstechniken, angelehnt an die motivierende Gesprächsführung, die in praxisnahen Übungen erprobt und vertieft werden.

 

Sozialpsychiatrie und Sucht 

Welche Besonderheiten kennzeichnen die Entstehung und Entwicklung von Sucht im Jugend- und höheren Erwachsenenalter? Welche spezifischen Anforderungen ergeben sich daraus für Prävention, Beratung und Behandlung?

Das Modul vermittelt eine lebensphasenorientierte Perspektive auf Sucht und Abhängigkeit. Im Mittelpunkt stehen die Entstehung, Manifestation und Dynamik problematischen Konsums in unterschiedlichen Lebensabschnitten sowie die daraus abgeleiteten Interventions- und Behandlungsmöglichkeiten. Besonderes Augenmerk gilt den spezifischen Herausforderungen in der Arbeit mit Jugendlichen und älteren Menschen sowie der Gestaltung einer zielgruppengerechten Suchthilfe. Darüber hinaus werden die Rolle und Einbindung von Angehörigen diskutiert - mit einem Blick auf die Themen Mitgefühl, Abgrenzung und Selbstfürsorge.

Sucht in der Jugend und im Alter 

Welche Herausforderungen gibt es bei jugendlichen Konsument_innen? Wie variieren Konsummuster im Laufe der Lebensspanne? 

Dieser Seminarblock beleuchtet die Thematik der Sucht aus einer lebensbiographischen Perspektive. Es wird untersucht, wie Konsumprobleme in verschiedenen Lebensphasen entstehen, sich manifestieren und wie diese im Kontext der jeweiligen Lebenssituation behandelt werden können. Die Besonderheiten in der Arbeit mit Jugendlichen und älteren Menschen werden praxisnahe beleuchtet und dabei Augenmerk auf Diversi­tät und geschlechtsspezifische Unterschiede gelegt.

Trauma und Transgenerationalität bei Suchtpatient_innen

Warum stellen Traumafolgestörungen ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Suchterkrankung dar? Wie beeinflussen frühe Bindungs- und Emotionsregulationserfahrungen die Suchtentwicklung? Welche Mechanismen liegen der transgenerationalen Weitergabe von Traumatisierungen und Suchterkrankungen zugrunde?

Im Zentrum dieses Moduls stehen die Zusammenhänge zwischen Trauma, Bindung, früher Emotionsregulation und der Entwicklung von Suchterkrankungen sowie die Mechanismen transgenerationaler Weitergabe. Es wird aufgezeigt, wie frühe Beziehungserfahrungen und die Fähigkeit zur Emotionsregulation die psychische Entwicklung prägen und welche Bedeutung sie für die Entstehung und Aufrechterhaltung von Sucht haben. Besonderes Augenmerk gilt Schwangeren mit einer Suchtproblematik, deren Lebenssituation spezifische Anforderungen an medizinische, psychologische und psychosoziale Unterstützung stellt, sowie den Kindern aus suchtbelasteten Familien, die häufig unter belastenden Entwicklungsbedingungen aufwachsen.

Suchtbehandlung im Kontext von sozialer Diagnostik und Recht - Lehrgangsabschluss 

Wie unterstützen Instrumente der sozialen Diagnostik eine bedarfsgerechte Beratung und Behandlung? Welche Bedeutung haben interprofessionelle Vernetzung und rechtliche Rahmenbedingungen in der Arbeit mit Menschen mit Suchterkrankungen?

Dieses Modul vermittelt Grundlagen der sozialen Diagnostik und der sozialarbeiterischen Praxis. Vorgestellt werden diagnostische Instrumente (zB. Netzwerkkarte) und deren Nutzen für die Arbeit mit Klient_innen. Zudem werden die eigene Rolle als Fachkraft und die interprofessionelle Zusammenarbeit reflektiert.

Im zweiten Teil liegt der Schwerpunkt auf den rechtlichen Rahmenbedingungen der Suchthilfe. Behandelt werden praxisrelevante Frage-stellungen, u.a. zum Suchtmittelgesetz (SMG), zur Schweigepflicht, zum Datenschutz sowie zum Kindeswohl. Ziel des Moduls ist es, die Handlungssicherheit der Teilnehmenden im professionellen Umgang mit komplexen Fragestellungen zu stärken. Den Abschluss des Moduls bilden die gemeinsame Reflexion des Lehrgangs.

 

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